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WEG darf Hausgeldforderung nicht an den Verwalter abtreten

abtretung von hausgeldforderungen an den verwalter widerspricht ordnungsgemäßer verwaltung

In einer Eigentümerversammlung hatten die Eigentümer beschlossen, rückständige Hausgelder und Nachzahlungen aus Jahresabrechnungen bestimmter Wohnungen an den Verwalter abzutreten. Der Verwalter war in einigen Fällen schon vor Gericht als Kläger aufgetreten. Gegen die Übertragung der Forderungen an den Verwalter klagte ein Eigentümer und bekam Recht.

Denn: Die Abtretung der Hausgeldforderungen an den WEG-Verwalter widerspricht ordnungsgemäßer Verwaltung. Der Grund: Durch die Abtretung überträgt sich das Insolvenzrisiko des Verwalters auf die Gemeinschaft. Bei einer Insolvenz des Verwalters wären die Forderungen automatisch Teil der Insolvenzmasse und dem Zugriff der WEG entzogen.

Auch das durch eine fehlende Aktivlegitimation des Verwalters die bereits in seinem Namen angestrengten Prozesse verloren gehen können ist für das Gericht nicht von Bedeutung. Der WEG steht es frei jederzeit in eigenem Namen einen eigenen Prozess gegen den Beklagten zu führen.

(AG Leonberg, Urteil v. 17.7.2012, 2 C 263/12)

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